Samstag, 10. Januar 2009

Meine Geschichte

Meine Stunde Null war vor knapp drei Jahren.Am 22.2.03 habe ich beschlossen, nach Deutschland zu gehen. Warum das so war hat eine etwas längere Vorgeschichte.

Meinen jetzigen Mann Stefan habe ich vor ca. 25 Jahren im Urlaub in Kärnten kennengelernt. Da war ich gerade mal 10 und er war 15. Fünf Jahre haben wir dann regen Briefverkehr gehalten und da sich unsere Eltern auch gut verstanden, haben wir es immer so eingerichtet, dass wir einmal im Jahr gemeinsam den Urlaub verbracht haben. Nach den 5 Jahren hat mein Mann eine andere Frau kennengelernt und mit mir "Schluss" gemacht. Die Entfernung war einfach zu groß.

Ich habe dann 2 Jahre später im gleichen Urlaubsort meinen Exmann P. kennengelernt. Knapp zwei Jahre später haben wir geheiratet. Am Anfang war noch alles super, aber im Lauf der Jahre entwickelte er sich zu einem Egoisten hoch drei. Alles musste nach seiner Nase tanzen und wenn es nicht nach seiner Meinung ging wurde er unausstehlich. Er wurde nie gewalttätig, aber seelisch tat er mir immer mehr weh. Trotzdem habe ich es fast 10 Jahre bei ihm ausgehalten. An Stefan musste ich all die Jahre trotzdem immer wieder mal denken und im Nachhinein sind wir draufgekommen, dass auch er mich nie vergessen konnte. Als es mir dann ganz dreckig ging habe ich durch Zufall die Briefe von ihm wieder gefunden, alle gelesen und ihm nach 8 Jahren Funkstille einen 3-Seiten langen Brief geschrieben. Zu dieser Zeit war auch er in einer Beziehung. Er hat auch zurückgeschrieben und der Kontakt war wieder da. Irgendwann konnte ich meinen Mann überreden, dass ich Stefan für ein Wochenende in Deutschland besuchen darf. Zu dieser Zeit hatte Stefan sich von seiner Freundin auch wieder getrennt und hatte eine eigene Wohnung. Also ab nach Deutschland. Wir haben die 4 Tage nur gequatscht, bis in die frühen Morgenstunden. Am Abreisetag stand für uns fest, das es nicht nur Freundschaft ist sondern dass wir uns lieben. Die Begrüssung Sonntag Abend in Wien von meinem Exmann war alles andere als liebevoll und da stand für mich fest, ich gehöre nicht hierher. Am Donnerstag früh habe ich mit meinem Exmann Schluss gemacht und Stefan darüber informiert. Er setzte sich noch am selber Tag ins Auto und kam nach Wien mit dem Vorhaben, nicht ohne mich nach Deutschland zurückzukehren. Mein Exmann versuchte zwar noch, mich zurückzugewinnen, aber die Kluft zwischen uns war einfach schon zu groß und ich wollte einfach nur weg. Am Freitag habe ich in der Firma gekündigt und am Samstag packte ich meine wichtigsten Sachen zusammen und fuhr mit Stefan nach Deutschland. An diesemTag habe ich ein neues Leben begonnen und habe es bis heute nicht bereut. Am 10.4.03 ging die Scheidung über die Bühne und am 10.10.03 haben Stefan und ich geheiratet.
Ich habe mich nicht nur äusserlich seit der Zeit geändert



sondern wurde auch selbstbewusster und endlich ich selber. Vieles von der Vergangenheit wurde aufgearbeitet. Stefan hat mir sehr dabei geholfen mich selber zu finden. Ich machte dann eine Zeit durch die schlimmer als die Pubertät war. Aber es hat sich gelohnt und ich lerne mich täglich neu kennen und entwickle mich weiter.

Mein Dank gilt hier meinem Mann der in dieser schlimmen Zeit, in der ich mich neu orientieren musste, immer für mich da war.


Silvester 2007



Kommentare:

  1. Schöne Geschichte! *Ichauchsowaserlebenwillmenno*

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  2. Also ich muss das ja nicht unbedingt erleben - sFrauli mag das nicht.

    Aber so einfach geht das normal nicht - das halbe Leben in einem einzigen Beitrag abzuhandeln. Dass das nur klar ist - wir wollen öfter was lesen.

    Übrigens, der eine Kerl da misch wohl auch immer mit, oder? Na, wie heißt er bloß ... ach ja der "Rahmen" :lol:

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  3. Hallo liebe Nina :-)

    als ich deinen netten Beitrag gelesen habe mußte ich doch gleich, neugierig wie ich bin, herkommen :)) und viel gleich über deine schöne Geschichte.Ich freu mich für dich, dass du nach deiner ersten "Pleite" so einen netten Mann gefunden hast :))
    Find ich ja toll, eine ehem. Österreicherin und dann auch noch Favoriten :) aber ich werd da demnächst wegziehn richtung Floridsdorf :))

    ich hab gelesen, dass du dein Heimatland manchmal vermisst??und ich möchte manchmal gern nach DE. vielleicht bilde ich mir das nur ein (alles was man nicht hat escheint immer besser g) aber ich find die deutschen irgendwie offener,spontaner,freundlicher.oder liegt es daran, dass Wien eine typische Großstadt ist!?

    ich wünsch dir alles Liebe und auch an deiner Weiterentwicklung. ist immer ein spannendes Thema :))

    ein fröhliches Servus von Babsi

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